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Was bedeutet Reflexion?

Das Wort Reflexion stammt vom lateinischen „reflexio“ ab, was so viel wie „etw. zurückbeugen“ bedeutet. Davon wurde dann „etw. reflektieren“ abgeleitet. Wir kennen das oft im Zusammenhang mit Licht.

Wenn dieses Zurückgeworfen wird nennt man das eine Reflexion.

Bei der Reflexion in der Gruppe sind wir sozusagen die Reflektoren, die das Licht zurückwerfen wie ein Spiegel. Wir spiegeln das gesamte Geschehen, was wir erlebt haben und wie wir uns gefühlt haben.

Wofür ist eine Reflexion in der Gruppe gut?

Es hilft dabei Dinge bewusst wahrzunehmen und zu verarbeiten. Außerdem setzt man sich nicht nur selbst damit auseinander, sondern hört auch die Wahrnehmungen der anderen Teilnehmer*innen.

Durch die Reflexion kann ein Bezug zu aktuellen Lebensereignissen hergestellt werden und Zukunftsperspektiven entwickelt werden.

Was sind die wichtigsten Regeln für eine gelungene Reflexion in der Gruppe?

  1. Es gibt eine Person, welche die Anleitung übernimmt und zugleich die Regeln im Blick behält.
  2. Alle sprechen nur für sich und in der Ich- Form.
  3. Jede*r darf seine*ihre Meinung offen sagen, ohne von den anderen dafür kritisiert zu werden.
  4. Es wird sich genug Zeit genommen, sodass kein Zeitdruck entsteht.
  5. Es ist von Vorteil eine gute Raumatmosphäre herzustellen. Beispielsweise durch Blumen, Kerzen, Tischdekoration und keiner Fremdstörung. All das, was zum Wohlbefinden der Gruppe beiträgt.
  6. Auch die Gruppenleitung nimmt an der Reflexion aktiv teil.

Quelle


Hier findest du ein Methodenvorschläge





Dartscheibe


Dauer: ca. 10 Minuten
Eignung:  ab 8 Jahren, Jugendliche und Erwachsene
Gruppengröße: Für beliebige Gruppengrößen
Material: individuelle Dartscheibe (siehe Bild), ausreichend Klebepunkte


Die Gruppenleitung bereitet eine individuelle Dartscheibe der Veranstaltung vor (siehe Beispiel). Möglichst auf sehr großem Papier, damit alles Platz findet. Jede*r bekommt für jeden Bereich der Scheibe einen Klebepunkt, den er*sie seiner*ihrer Meinung nach platziert.
Die Platzierungen sind wie beim Dartspiel – in der Mitte bedeutet „ins Schwarze getroffen“ – superklasse & genau mein Ding. Je weiter man nach außen geht, desto weniger positiv wird das Ereignis / der Bereich gewertet. Es gibt auch die Möglichkeit den punkt außerhalb des Kreises zu kleben – was gleichbedeutend mit „total daneben“ ist.
Entweder kleben alle gleichzeitig ihre Punkte an oder nacheinander mit Erklärungen dazu. Letztendlich sollte die Gruppenleitung das zuletzt entstandene Meinungsbild inhaltlich zusammenfassen und evtl. zur Diskussion freigeben






Kofferreflexion


Dauer: ca. 15 Minuten
Eignung:  ab 12 Jahren, Jugendliche und Erwachsene
Gruppengröße: Für beliebige Gruppengrößen
Material: Karteikarten, Stifte, einen Koffer, einen Mülleimer, einen Büro-Ablagekorb


Die Leitung stellt drei Gegenstände in den Kreis. Diese symbolisieren folgendes:

  • Koffer: „das nehme ich mit“ – positive Erfahrungen, Situationen die ich mit nach Hause nehme, einpacke, die ich umsetzen möchte, die toll waren, an die ich mich auch später noch erinnern möchte
  • Mülleimer: „das lasse ich hier“ – negative Dinge, die mir nicht gefallen haben, wo ich mir etwas anderes gewünscht hätte, woran ich mich nicht erinnern möchte
  • Büro-Ablagekorb: „damit kann ich grade nichts anfangen, das brauche ich vielleicht später aber noch“ – neutrale Erfahrungen die ich im Moment noch nicht einordnen kann, die aber weder positiv noch negativ waren

Die Teilnehmer*innen bekommen nun Zeit um wichtige Stichworte auf die Karteikarte zu schreiben. Wenn alle damit fertig sind, beginnt ein*e Freiwillige*r seine*ihre Karten vorzulesen und in einen Bereich zu werfen. Er kann kurz eine Begründung dazu abliefern.
Es ist auch möglich, die Karten einfach ablegen zu lassen, ohne dass der Einzelne etwas dazu sagen muss.


Fünf-Finger-Reflexion

Dauer: ca. 15 Minuten

Eignung: ab 6 Jahren

Gruppengröße: Beliebig

Material: keins ggf. Papier und Stifte


Jede*r Teilnehmer*in kann anhand seiner Hand kurz ein (mehr oder weniger ausgewogenes) Feedback geben. Dadurch werden der Reihe nach die Finger einer Hand durchgegangen:

Der DAUMEN steht für "das fand ich SUPER" ...

... der ZEIGEFINGER für "das hab ich GELERNT" ...

... der MITTELFINGER für "das war SCHLECHT" ...

... der RINGFINGER für "so habe ich mich GEFÜHLT" ...

... und der KLEINE FINGER für "das kam zu KURZ".


Alternativ kann auch eine Hand auf Papier gezeichnet werden und das entsprechende Feedback in die jeweiligen Finger geschrieben werden. 








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